D Bezahlte und unbezahlte Arbeit

Gleichstellungsziele

  • 1Verbesserung der Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben
  • 2Geschlechtergerechte Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit
  • 3Verringerung der horizontalen Segregation
  • 4Verringerung der vertikalen Segregation
  • 5Vermeidung von prekärer Beschäftigung

Bezahlte und unbezahlte Arbeit sind eng miteinander verschränkt und werden daher hier in einem Kapitel dargestellt. Anders als die bezahlte Arbeit ist aber das Ausmaß der unbezahlten Arbeit datenmäßig kaum erfasst. Die Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, über die es keine aktuellen Daten für Wien gibt, erfolgt eine Annäherung über die Arbeitsteilung in Paarhaushalten (D1). Für die Arbeitsteilung von Haushaltsarbeit und Kinderbetreuung (D2), sowie Pflege (D3) wird mit dem Fokus 2016 auf die Unterschiede zwischen Frauen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund eingegangen. Unterstützung für die Vereinbarkeit von Privat- und Familienleben wird mit dem Angebot von Kinderbetreuungseinrichtungen (D4) und Pflegeeinrichtungen (D5) erfasst. Die Indikatoren D6 Erwerbsbeteiligung (inkl. Fokus 2016: Frauen mit Migrationshintergrund), D7 Arbeitszeit und D8 Teilzeit beschreiben die Unterschiede zwischen Frauen und Männern hinsichtlich Arbeitsausmaß – eines Aspektes, der eine Spaltung in „typisch weibliche“ und „typisch männliche“ Bereiche sichtbar macht. Mit D9 Berufliche Tätigkeiten wird die Aufspaltung nach frauendominierten und männerdominierten Berufen veranschaulicht. D10 Berufliche Stellung erfasst die vertikale Segregation. Unterschiedliche Aspekte prekärer Beschäftigung im Sinne von Arbeitsverhältnissen mit niedrigen Löhnen und geringem Sozialversicherungsschutz sowie arbeitsrechtlicher Absicherung werden schließlich mit den Indikatoren D11 Atypische Beschäftigung, D12 Selbstständig Erwerbstätige und D13 Niedriglohnbeschäftigung dargestellt.