D Bezahlte und unbezahlte Arbeit

Indikator

D13

Niedriglohnbeschäftigung

Gleichstellungsziel 5

Vermeidung prekärer Beschäftigung

Im Jahr 2014 stehen 22% der Wienerinnen und 14% der Wiener in Niedriglohnbeschäftigung, d.h., haben mit ihrer Tätigkeit weniger als Euro 9,24 brutto pro Stunde verdient und sind damit unter zwei Dritteln des Medianlohns geblieben. Der Anteil von Niedriglohnbeschäftigung ist bei atypischer Beschäftigung deutlich höher als bei Normalarbeitsverhältnissen. Rund 30% der atypisch Beschäftigten Frauen und Männer zählen zu NiedriglohnverdienerInnen. Niedriglohnbeschäftigung betrifft im verstärkten Ausmaß Personen mit niedrigen Bildungsabschlüssen. Mehr als die Hälfte der Frauen und gut ein Drittel der Männer mit maximal Pflichtschulabschluss zählen zu Niedriglohnbeschäftigten. Aber auch mit Matura oder Studium sind Männer und noch stärker Frauen zu Niedriglöhnen beschäftigt; ein Teil wohl in Zusatzbeschäftigungen zu Ausbildung, aber eben auch ein Teil in Tätigkeiten, in denen sie ihre Ausbildung nicht verwerten können.

Der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten ist zwischen 2010 und 2014 leicht gestiegen. Bei Männern ist der Anstieg auf einem deutlichen niedrigeren Niveau von 12% auf 14% gestiegen und damit etwas höher als bei Frauen (von 21% auf 22%). Bei Männern steigt der Anteil von Niedriglohnbeschäftigten bei Normalarbeitsverhältnissen noch etwas stärker bei atypischer Beschäftigung. Bei Frauen sinkt der Anteil tendenziell bei Normalarbeitsverhältnissen. Doch diese Angleichung ändert nichts daran, dass Frauen insgesamt deutlich stärker im Niedriglohnbereich tätig sind.

Gleichstellungsziel 5

Vermeidung prekärer Beschäftigung

Anmerkung 1

Für die Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Erwachsenen wird eine fiktive Betreuungsquote errechnet, die die Zahl der NutzerInnen mit der Wiener Wohnbevölkerung in Beziehung setzt. Mangels Daten hinsichtlich der Zahl der pflegebedürftigen Erwachsenen wird dafür die Altersgruppe 75plus als zentrale Zielgruppe der Leistungen verwendet.