E Freizeit und Sport

Indikator

E6

Sportliche Aktivität

Gleichstellungsziel 3

Gendergerechtes Sportangebot

Frauen bringen im Schnitt pro Woche eine Dreiviertelstunde weniger Zeit auf für sportliche Aktivitäten als Männer (Frauen drei Stunden und neun Minuten, Männer drei Stunden und 54 Minuten). Gemessen an der HEPA-Empfehlung der WHO, die gesundheitsfördernde körperliche Aktivität mit mindestens 150 Minuten pro Woche mäßig intensiver Bewegung in der Freizeit definiert, erfüllen in Wien 42% der Frauen und 48% der Männer diese Empfehlung.

Der Unterschied zwischen den Geschlechtern zeigt sich in der Altersgruppe der bis 25- bis 44-Jährigen am stärksten, hierin üben Männer um 15%-Punkte häufiger als Frauen regelmäßig mäßig intensive Bewegungen aus. Aber auch bei Jugendlichen ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern deutlich: 55% der Frauen und 68% der Männer bis 24 Jahre betreiben pro Woche mindestens 150 Minuten Sport, Fitness- oder körperliche Aktivität in ihrer Freizeit. Ab 45 Jahren dreht sich das Verhältnis allerdings um. Frauen sind ab diesem Alter etwas häufiger gesundheitsfördernd körperlich aktiv.

Der Anteil der Personen, die laut WHO gesundheitswirksam körperlich aktiv sind, steigt mit dem Bildungsniveau deutlich an, und zwar bei Frauen stärker als bei Männern. So üben 35% der Frauen und 40% der Männer mit maximal Pflichtschulabschluss mindestens 150 Minuten mäßig intensive Bewegungen pro Woche aus, was 53% der Akademikerinnen und 55% der Akademiker entgegensteht.

Aufgrund veränderter Konzepte zur Erfassung körperlicher Aktivität innerhalb der Gesundheitsbefragung ist der Vergleich der beiden Zeiträume 2006/2007 und 2014 nur bedingt aussagekräftig. [Anm.4] Es zeigen sich aber auch keine wesentlichen Veränderungen. Über die beiden Erfassungszeiträume zeigen sich Frauen in etwa gleich häufig körperlich aktiv.

Gleichstellungsziel 3

Gendergerechtes Sportangebot

Anmerkung 4

Die Österreichische Gesundheitsbefragung 2014 ist die erste Gesundheitsbefragung nach neuen europäischen Standards, um die Daten zwischen den einzelnen Ländern vergleichen zu können. Durch Veränderungen des Fragebogeninstruments ergaben sich allerdings konzeptionelle Veränderungen. Die Gesundheitsbefragung 2006/2007 definiert sportliche Aktivität danach, ob Personen mindestens einmal pro Woche durch körperliche Betätigung, wie z.B. Laufen, Radfahren, Aerobic, ins Schwitzen kommen.