G Einkommen

Gleichstellungsziele

  • 1Abbau der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern
  • 2Erhöhung der Verwertbarkeit beruflicher Bildung von Frauen
  • 3Forcierung einer geschlechtergerechten Arbeitsbewertung

Die Indikatoren zum Einkommen von Frauen und Männern stellen unterschiedliche Einkommenskategorien dar, um sowohl die Bewertung von Arbeit als auch das verfügbare Einkommen abbilden zu können und sich mittels unterschiedlicher Differenzierungen der Frage nach den Ursachen der Geschlechterunterschiede beim Einkommen anzunähern. Wie in den meisten Analysen konzentrieren sich die Einkommensunterschiede auf unselbstständige Arbeit und werden mit dem Gender Pay Gap ausgedrückt, indem die arbeitszeitbereinigten Bruttostundenlöhne verglichen werden. Mit den Indikatoren G2 bis G4 wird der Gender Pay Gap, d.h. der Geschlechterunterschied der Bruttostundenlöhne nach Dienstverhältnis, Arbeitszeitausmaß, Bildung, Alter, Berufserfahrung und Berufen differenziert. Ergänzt wird dies durch den Fokus 2016 Frauen mit Migrationshintergrund. Dementsprechend werden in G1 Einkommensunterschiede die Bruttojahreseinkommen von unselbstständig und selbstständig Erwerbstätigen sowie PensionistInnen gegenübergestellt, auch wenn die dafür verwendeten Administrativdaten definitorisch voneinander abweichen. In G5 wird den Einkommen selbstständig Erwerbstätiger und in G6 von Pensionen näher nachgegangen. G7 Haushaltseinkommen verschiebt die Betrachtungsperspektive der Einkommen von der Individualebene auf das verfügbare Einkommen unterschiedlicher Haushaltstypen sowie Haushaltseinkommen und ergänzt dies durch Befunde zum Haushaltseinkommen von Frauen mit Migrationshintergrund. Mit den Indikatoren G8 Lehrlingsentschädigung und G9 Kollektivvertragslöhne wird die Arbeitsbewertung auf Basis der kollektivvertraglichen Entgeltregelungen für „frauentypische“ und „männertypische“ Berufe exemplarisch dargestellt.

Bei der Beurteilung der Entwicklung der Einkommensunterschiede ist zu berücksichtigen, dass sich diese sowohl durch die unterschiedliche Bewertung spezifischer Arbeitsinhalte als auch durch die unterschiedliche berufliche Positionierung ergibt. Dementsprechend wird bei der zeitlichen Entwicklung in den meisten Fällen die Differenzierung von Einkommensgruppen beibehalten und werden in der Interpretation die Größenverhältnisse von Gruppen berücksichtigt.