G Einkommen

Indikator

G6

Pensionen

Gleichstellungsziel 1

Abbau der Einkommensunterschiede

Pensionistinnen beziehen im Jahr 2015 im Schnitt ein Bruttomedianeinkommen von Euro 19.206,-, Pensionisten Euro 27.276,-. Damit erreichen Frauen nur 70% der Pensionsbezüge von Männern, d.h., hier besteht ein Gender Pension Gap von 30%. 26% der Frauen und 6% der Männer beziehen gleichzeitig unterschiedliche Pensionsformen, beispielsweise eine Alterspension und eine Witwen-/Witwerpension (25% der Pensionistinnen und 6% der Pensionisten). Bei MehrfachpensionistInnen sinkt der Gender Pension Gap auf 15%, während er bei EinfachpensionistInnen bei 40% liegt.

Innerhalb der Einfachpensionen betrifft der größte Anteil Alterspensionen (74% der Frauen und 64% der Männer), bei denen der Einkommensunterschied mit 42% besonders hoch ist. Während bei Männern der Medianwert der Alterspension (Euro 27.201,-) in der Nähe des Medianwertes der Einkommen der unselbstständig Beschäftigten einzuordnen ist (Euro 27.100,-), erreichen Pensionistinnen mit Euro 15.818,- nur 72% der Medianeinkommen von unselbstständig erwerbstätigen Frauen (Euro 22.100,-). [Anm.4] Beim Ruhegenuss von BeamtInnen und der Invaliditätspension ist der Gender Pension Gap weniger stark ausgeprägt. Die Pensionsbezüge von Beamtinnen und Beamten sind im Schnitt beinahe gleich hoch. Bei der Witwen-/Witwerpension übersteigen die von den Einkommensbeitragsleistungen der Männer abgeleiteten Bezüge von Frauen im Schnitt deutlich jene von Männern. Diese ausgleichende Wir-kung der Witwen- und Witwerpension begründet die geringeren Geschlechterunterschiede bei den Mehrfachpensionen, indem bei Bezug einer Alters- und Witwen-/Witwerpension der Gender Pension Gap nur noch 6% beträgt. Doch während der Anteil der Frauen mit lediglich Alterspension steigt (von 51% auf 53% zwischen 2011 und 2015), hält der Anteil von Frauen mit Bezügen aus Alters- und Witwenpension ziemlich konstant bei 18%.

Zwischen 2011 und 2013 ist der Gender Pension Gap insgesamt von 33% auf 30% gesunken. Dieses Ergebnis resultiert zum einen aus der tendenziellen Verringerung des Einkommensunterschieds der Alterspension (von 45% auf 42%) sowie zum anderen aus Veränderungen in der Verteilung nach Pensionsarten, bei denen der Anteil der im Schnitt höheren eigenständigen Erwerbspensionen (Alterspension und Ruhege-nuss) an allen Pensionsbeziehenden bei Frauen in diesem Zeitraum von 56% auf 60% gestiegen ist.

Gleichstellungsziel 1

Abbau der Einkommensunterschiede

Anmerkung 4

Jahresmedianeinkommen der unselbstständig erwerbstätigen Männer und Frauen laut Daten des Einkommensberichtes 2013.]