G Einkommen

Indikator

G7

Haushaltseinkommen

Fokus 2016: Haushaltseinkommen von Frauen mit Migrationshintergrund

Gleichstellungsziel 1

Abbau der Einkommensunterschiede

Gemessen am Haushaltseinkommen steht den Wiener Haushalten im Durchschnitt (Median) ein äquivalisiertes Nettoeinkommen [Anm.5] von Euro 22.741,- im Jahr zur Verfügung, d.h., rund Euro 1.900,- im Monat. Haushalte mit Pensionsbezug [Anm.6] weisen mit Euro 26.294,- ein höheres Einkommen auf als Haushalte ohne Pension (Euro 21.991,-). Am höchsten fällt das Einkommen von Mehr-Personen-Haushalten ohne Kinder (Euro 27.251,-) aus. Haushalte mit mindestens drei Kindern und Ein-Eltern-Haushalte weisen die geringsten Haushaltseinkommen auf, ihnen stehen weniger als Euro 16.500,- zur Verfügung.

Allein lebende Frauen haben sowohl mit als auch ohne Pension weniger Einkommen zur Verfügung als Männer, wobei der Unterschied beim Nettohaushaltseinkommen (mit Pension 10%, ohne Pension 5%) niedriger ist als bei den individuellen Einkommen aller Frauen und Männer. Gemessen an Mehrpersonenhaushalten mit und ohne Kinder weisen allein lebende Frauen ein deutlich niedrigeres Einkommen auf. Lediglich bei Ein-Eltern-Haushalten, die primär Mütter betreffen, und Haushalten mit mindestens drei Kindern liegt das Einkommen darunter.

Die Nettohaushaltseinkommen sind zwischen 2012 und 2015 im Schnitt um 14% gestiegen. Dieser Anstieg fällt bei allein lebenden Frauen mit und ohne Pension höher aus als bei allein lebenden Männern. Allein lebende Männer ohne Pension weisen einen nominellen Einkommensverlust auf. Überdurchschnittlich hoch fällt der Einkommenszuwachs bei Mehrpersonenhaushalten mit und ohne Pension aus, vor allem mit ein oder zwei Kindern. Bei Haushaltstypen mit niedrigem Einkommen, nämlich Haushalten mit mindestens drei Kindern und Ein-Eltern-Haushalten, ist das Nettoeinkommen hingegen unterdurchschnittlich gestiegen, während jenes von Ein-Eltern-Haushalten konstant geblieben ist. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate besteht auch für AlleinerzieherInnen ein realer Einkommensverlust.

Im Frauenbarometer 2015 wurde auch das Haushaltsnettoeinkommen von Frauen mit Migrationshintergrund erhoben. Beim Vergleich mit dem Haushaltseinkommen aus EU-SILC ist zu berücksichtigen, dass das Einkommen nach Kategorien abgefragt wurde, nur das Alter des jüngsten und ältesten Kindes bekannt ist und knapp ein Viertel der Befragten keine Angaben zum Haushaltseinkommen machen wollte, wobei insbesondere höhere Einkommen unterrepräsentiert sind. Unter der Annahme, dass die damit verbundenen Verzerrungen bei allen Migrationsgruppen ähnlich ausfallen, können folglich Aussagen über den Einfluss des Migrationshintergrundes getätigt werden.

Entsprechend den Angaben in der Befragung verfügt der Großteil der Haushalte, nämlich 46%, über ein äquivalisiertes Nettoeinkommen zwischen Euro 1.100,- und Euro 1.500,-. Das Haushaltseinkommen von Frauen ohne Migrationshintergrund und mit Migrationshintergrund EU/EFTA unterscheidet sich dabei nicht wesentlich, ist aber deutlich höher als bei Frauen mit Migrationshintergrund Drittstatt. Während 75% der Frauen mit Migrationshintergrund Drittstaat ein Haushaltseinkommen von weniger als Euro 1.500,- aufweisen und nur 13% ein Einkommen von mindestens Euro 1.900,- haben, liegt der Anteil von Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter Euro 1.500,- in den anderen beiden Gruppen bei knapp zwei Drittel und jener über Euro 1.900,- bei knapp einem Viertel.

Gleichstellungsziel 1

Abbau der Einkommensunterschiede

Anmerkung 5

Um das Haushaltseinkommen unterschiedlicher Haushaltstypen vergleichbar zu machen, wird das äquivalisierte Einkommen berechnet, indem das Haushaltseinkommen durch die Summe der Personengewichte im Haushalt dividiert wird, wobei die erste Person mit 1,0 gewichtet wird, jede weitere Person mit 0,5 und Kinder unter 14 Jahren mit 0,3.

Anmerkung 6

Haushalte mit Pensionsbezug sind Haushalte, in denen zumindest eine Person eine (Alters-)Pension bezieht.