G Einkommen

Indikator

G8

Lehrlingsentschädigung

Gleichstellungsziel 3

Geschlechtergerechte Arbeitsbewertung

Die kollektivvertraglich festgelegte Lehrlingsentschädigung in den zehn häufigst gewählten Lehrberufen von Mädchen und Burschen spiegelt die unterschiedliche Bewertung von frauentypischen und männertypischen Berufen wider. In diesen Berufen werden im ersten Lehrjahr die höchsten Lehrlingsentschädigungen für Restaurantfachkräfte und Koch/Köchin (Euro 645,-) bezahlt, wobei Frauen mit 38% und 25% vertreten sind. Im dritten Lehrjahr ändert sich die Reihung nach der Bezahlung und sind die typisch männlichen Berufe sichtbar höher entlohnt als die Lehrberufe mit hohem Frauenanteil. Die niedrigste Lehrentschädigung wird für FriseurInnen und PerückenmacherInnen bezahlt, den Lehrberuf, den Frauen nach Bürokaufkraft und Einzelhandel am häufigsten wählen, und in dem Frauen knapp vier Fünftel der Lehrlinge stellen. Die höchste Lehrlingsentschädigung wird für ElektrotechnikerInnen mit einem Frauenanteil von nur 7% bezahlt. Eine Ausnahme in diesem Muster stellen pharmazeutisch-kaufmännische AssistentInnen dar, für die ähnlich hohe Lehrlingsentschädigungen wie für die typisch männlichen technischen Berufe bezahlt werden, und der mit 91% von Frauen besetzt ist.

Gegenüber 2013 sind die Lehrlingsentschädigungen im dritten Lehrjahr meist um 4% oder 5% gestiegen. Ausnahmen stellen FriseurInnen und PerückenmacherInnen mit einer Erhöhung um 15% dar, Köchinnen/Köche und Restaurantfachkräfte (jeweils +9%) sowie pharmazeutisch-kaufmännische AssistentInnen und ElektrotechnikerInnen (jeweils +8%). D.h., mit der überproportionalen Erhöhung bei den FriseurInnen und PerückenmacherInnen erfolgt eine leichte Annäherung dieses gering entlohn-ten Berufs. Die anderen überproportionalen Erhöhungen betreffen hingegen Lehrberufe, die bereits höher entlohnt werden oder im Gastgewerbe schwer besetzt werden können.

Gleichstellungsziel 3

Geschlechtergerechte Arbeitsbewertung

Anmerkung 5

Um das Haushaltseinkommen unterschiedlicher Haushaltstypen vergleichbar zu machen, wird das äquivalisierte Einkommen berechnet, indem das Haushaltseinkommen durch die Summe der Personengewichte im Haushalt dividiert wird, wobei die erste Person mit 1,0 gewichtet wird, jede weitere Person mit 0,5 und Kinder unter 14 Jahren mit 0,3.

Anmerkung 6

Haushalte mit Pensionsbezug sind Haushalte, in denen zumindest eine Person eine (Alters-)Pension bezieht.