H Armut und Soziale Sicherheit

Gleichstellungsziele

  • 1Verringerung der Frauenarmut
  • 2Erhöhung der kulturellen und politischen Partizipation in Armut lebender Frauen
  • 3Sicherung des Zugangs zu Sozialleistungen für Frauen

Die Indikatoren dieses Kapitels beleuchten die Geschlechterunterschiede von finanzieller Armut mit unterschiedlichen Armutsdefinitionen und die Inanspruchnahme von Sozialleistungen in spezifischen Lebenslagen. Mit dem Indikator H1 Armutsgefährdung wird Armut auf Basis des Haushaltseinkommens erfasst. In H2 Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung (nach Definition der Zielgruppe für die EU-Strategie 2020) werden neben dem Haushaltseinkommen zudem mangelnde Ausgabenmöglichkeiten und geringe Erwerbstätigkeit berücksichtigt. Die Armutsgefährdung von Frauen mit Migrationshintergrund wird in H3 Armut mit Fokus 2016: Frauen mit Migrationshintergrund dargestellt. Auswirkungen von Armut nicht nur auf materieller Ebene, sondern auch auf die soziale und politische Partizipation im Sinne von Exklusion armutsgefährdeter Frauen werden in H4 Armut und Partizipation mit Fokus 2016: Frauen mit Migrationshintergrund dargestellt. Für die Vielzahl unterschiedlicher Sozialleistungen werden Beispiele aufgegriffen, die einen engen Bezug zu Armut und anderen Themen des Gleichstellungsmonitors aufweisen. H5 Bedarfsorientierte Mindestsicherung, H6 Ausgleichszulagen und H7 Wohnbeihilfe stellen Sozialleistungen zur Existenzsicherung dar, wenn Erwerbseinkommen und Pensionen nicht ausreichen bzw. fehlen, und sind damit ebenfalls ein Indikator für Armut. Existenzsicherung und Beschäftigungsförderung von Arbeitslosen wird durch die Indikatoren H8 Arbeitslosengeld und Notstandshilfe und H9 Förderungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik beschrieben. Die finanzielle Unterstützung von Eltern zur Betreuung von Kleinkindern wird in H10 Kinderbetreuungsgeld beleuchtet. H11 Pflegegeld stellt Sozialleistungen bei Krankheit dar.