H Armut und Soziale Sicherheit

Indikator

H11

Pflegegeld

Gleichstellungsziel 3

Zugang zu Sozialleistungen für Frauen

56.000 Wienerinnen und 30.000 Wiener beziehen Pflegegeld. Damit sind knapp zwei Drittel der PflegegeldbezieherInnen Frauen. Der Großteil der Frauen und Männer erhält Pflegegeld der Stufen 1 und 2 (57%), was einem Pflegeaufwand von bis zu 120 Stunden und einer finanziellen Unterstützung von maximal Euro 284,- monatlich entspricht. Die Stufen 5 bis 7, die einen Pflegeaufwand von über 180 Stunden und eine finanzielle Unterstützung von Euro 902,- bis 1.656,- vorsehen, betreffen 13% der BezieherInnen. Bezüglich der Verteilung nach Pflegestufen bestehen keine Geschlechterunterschiede.

Bis zum Alter von 60 Jahren nehmen Frauen und Männer in ähnlicher Weise Pflegegeld in Anspruch. Doch ab dem Alter von 60 Jahren dominieren Frauen, was zum Teil aus dem höheren Lebensalter von Frauen resultiert. Setzt man jedoch die Pflegegeld-bezieherInnen in Relation zur Gesamtbevölkerung, so zeigen sich auch höhere Quo-ten des Pflegegeldbezugs der Frauen nach Altersgruppen: 10% der Wienerinnen im Alter von 61 bis 80 Jahren und 64% der über 80-Jährigen beziehen Pflegegeld. Bei Männern sind es innerhalb der gleichen Altersklassen 8% bzw. 42%.

Zwischen 2012 und 2014 hat sich die Zahl der PflegegeldbezieherInnen in Wien um 2% erhöht. Dieser Anstieg betrifft primär Männer, ist aber so gering, dass er sich auf die Quote der PflegegeldbezieherInnen nicht auswirkt. Bei Frauen ist der Anteil der Pflegegeldbezieherinnen an der Wohnbevölkerung tendenziell gesunken.

Gleichstellungsziel 3

Zugang zu Sozialleistungen für Frauen

Anmerkung 3

Bedarfsgemeinschaften decken sich weitgehend mit Haushalten; in einem Haushalt sind aber auch mehrere Bedarfsgemeinschaften möglich. So können beispielsweise eine 50-jährige Mutter und ihr 30-jähriger Sohn zwei Bedarfsgemeinschaften bilden.

Anmerkung 4

Die BMS-BezieherInnen werden hierin mit der Wohnbevölkerung nach Haushaltskonstellation in Beziehung gesetzt. Dabei können Verzerrungen auftreten, weil Bedarfsgemeinschaften nicht immer mit Haushaltskonstellationen übereinstimmen s. Fußnote 3.