H Armut und Soziale Sicherheit

Indikator

H3

Armut

Fokus 2016: Frauen mit Migrationshintergrund

Gleichstellungsziel 1

Verringerung der Frauenarmut

Die Befragung von Frauen im Rahmen des Frauenbarometers 2015 verweist auf einen unterschiedlichen Grad der Armutsgefährdung nach Migrationsgrund. [Anm.2] Gemäß den Ergebnissen dieser Befragung gelten 29% der Wienerinnen als armutsgefährdet. Während 26% der Wienerinnen ohne Migrationshintergrund und 27% der Wienerinnen mit Migrationshintergrund EU armutsgefährdet sind, liegt der Anteil bei Wienerinnen mit Migrationshintergrund Drittstaat bei 38%. Die hohe Armutsgefährdung von Wienerinnen mit Migrationshintergrund Drittstaat trifft österreichische und ausländische Staatsbürgerinnen gleichermaßen, besteht also unabhängig von ihrer StaatsbürgerInnenschaft. Ein höheres Risiko für Armutsgefährdung weisen die erste Zuwanderinnengeneration und Frauen mit befristetem Aufenthaltsstatus auf (Zandonella, Larcher 2015). Sie sind auch deshalb stärker armutsgefährdet, weil zahlreiche Risikofaktoren stärker auf sie zutreffen: Sie verfügen über geringere formale Bildungsabschlüsse , weisen eine geringere Erwerbsbeteiligung .

Gleichstellungsziel 1

Verringerung der Frauenarmut

Anmerkung 2

Dabei ist zu berücksichtigen, dass das äquivalisierte Nettohaushaltseinkommen aufgrund des Befragungskonzepts von den Befragten überschätzt wurde (s. Zandonella, Larcher 2015, S. 76).