H Armut und Soziale Sicherheit

Indikator

H6

Ausgleichszulagen

Gleichstellungsziel 3

Zugang zu Sozialleistungen für Frauen

Rund 32.000 Personen beziehen im Jahr 2015 in Wien eine Ausgleichszulage für Pensionen unter dem Ausgleichszulagenrichtsatz. Entsprechend den niedrigeren Einkommen von Frauen ist der Anteil der AusgleichszulagenbezieherInnen unter Frauen in allen Pensionsformen etwas höher als unter Männern: 8% der Frauen mit Alterspension beziehen eine Ausgleichszulage gegenüber 7% der Männer. Größer zeigt sich der Unterschied bei den Witwen- und Witwerpensionen, bei welchen 8% der Frauen und nur 3% der Männer unter den Ausgleichszulagenrichtsatz fallen. Hinsichtlich der Invaliditätspensionen beziehen 42% der Frauen und 33% der Männer eine Ausgleichszulage, gleichzeitig beträgt der Frauenanteil der BezieherInnen aber nur 34%.

Betrachtet man Alters-, Invaliditäts- sowie Witwen- und Witwerpensionen gemeinsam, so fällt der Anteil der AusgleichszulagenbezieherInnen gemessen an den Pen-sionsbezieherInnen bei Frauen geringer aus als bei Männern: So erhalten 9% der Pensionsbezieherinnen und 10% der Pensionsbezieher eine Ausgleichszulage, was auf den hohen Anteil von AusgleichszulagenbezieherInnen bei den Invaliditätspensionen (36% der InvaliditätspensionsbezieherInnen erhalten eine Ausgleichszulage) und den geringen Frauenanteil bei dieser Pensionsart zurückzuführen ist.

Gegenüber 2012 haben sich Zahl und Anteil der AusgleichszulagenbezieherInnen wie auch das Geschlechterverhältnis bei Ausgleichszulagen insgesamt kaum verändert. Tendenziell gestiegen ist der Anteil der AusgleichszulagenbezieherInnen unter Männern bei Invaliditätspensionen (von 31% auf 33%) und Alterspensionen (von 6% auf 7%).

Gleichstellungsziel 3

Zugang zu Sozialleistungen für Frauen

Anmerkung 3

Bedarfsgemeinschaften decken sich weitgehend mit Haushalten; in einem Haushalt sind aber auch mehrere Bedarfsgemeinschaften möglich. So können beispielsweise eine 50-jährige Mutter und ihr 30-jähriger Sohn zwei Bedarfsgemeinschaften bilden.

Anmerkung 4

Die BMS-BezieherInnen werden hierin mit der Wohnbevölkerung nach Haushaltskonstellation in Beziehung gesetzt. Dabei können Verzerrungen auftreten, weil Bedarfsgemeinschaften nicht immer mit Haushaltskonstellationen übereinstimmen s. Fußnote 3.