I Wohnen und öffentlicher Raum

Gleichstellungsziele

  • 1Verbesserung des Zugangs zu leistbarem Wohnraum und rechtlich gesicherten Wohnverhältnissen
  • 2Verbesserung der Nutzbarkeit des öffentlichen Raumes
  • 3Erhöhung der Partizipation von Frauen und verstärkte Integration von Gender-Kriterien in der Stadtplanung

Wohnen und öffentlicher Raum ergänzen einander, doch während der öffentliche Raum vor allem durch stadtgestalterische Entscheidungen und politische Einflussnahme geprägt ist, wird der Wohnraum als privat definierter Ort wesentlich von Familien- und Einkommensverhältnissen beeinflusst. Daher werden in I1 Wohnverhältnisse Grunddaten zum Wohnen in Wien nach verschiedenen Haushaltstypen näher betrachtet. Die Verwirklichung einer adäquaten Wohnversorgung ist stark abhängig von der Höhe der Wohnkosten, der zur Verfügung stehenden Größe des Wohnraums und der rechtlich gesicherten Wohnverhältnisse, Faktoren, die in I3 Prekäre Wohnformen, I5 Wohnkosten auf Haushaltsebene und I6 Wohnkostenindex thematisiert werden. Ergänzt wird dies durch den Fokus 2016 Wohnverhältnisse und prekäre Wohnformen von Migrantinnen (I1 und I3). Für die Wohnzufriedenheit (I7) fehlen aktuelle SOWI-II-Daten. Um die Zufriedenheit der WienerInnen mit ihrer Wohnsituation dennoch abbilden zu können, wird im Gleichstellungsmonitor 2016 auf h EU-SILC-Daten zurückgegriffen. Die extremste Unterversorgungslage im Bereich Wohnen stellt Wohnungslosigkeit (I4) dar, die mangels flächendeckender Daten als Annäherung über die Zahl der NutzerInnen von Angeboten der Wiener Wohnungslosenhilfe abgebildet wird. Auch für das Sicherheitsempfinden (I8) sowie die Nutzung von Parks (I9) fehlen aktuelle SOWI-II-Daten. Auf Basis des Frauenbarometers 2015 werden anstelle des Sicherheitsempfindens die Diskriminierungserfahrungen von Frauen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Raum näher beleuchtet und kann auch die Nutzung von Parks nach Migrationshintergrund betrachtet werden. Die Repräsentanz von Frauen in der Stadt- und Raumplanung wird zum einen über den Frauenanteil in tertiären Ausbildungen im Bereich Wohn- und Städtebau (I11) und zum anderen über ihre Repräsentanz in Entscheidungsgremien im Planungs- und Wohnbaubereich (I12) dargestellt. Im Sinne einer gendergerechten Stadtplanung ist es zudem zentral, Frauen verstärkt im öffentlichen Raum sichtbar zu machen, weshalb ein weiterer Fokus auf den Frauenanteil bei den Wiener Straßennamen (I13) liegt. Aufgrund fehlender aktualisierter Daten erfolgt im Wiener Gleichstellungsmonitor 2016 keine Betrachtung der Wohnausstattung (I2). Für die Betrachtung der Außerschulischen Jugendarbeit im öffentlichen Raum (I10) fehlt derzeit eine flächendeckende Erhebung der Nutzung und der Kontakte nach Geschlecht, jedoch können dafür einzelne Angebote exemplarisch herangezogen werden.