I Wohnen und öffentlicher Raum

Indikator

I11

Tertiäre Ausbildungen im Bereich Wohn- und Städtebau

Gleichstellungsziel 3

Berücksichtigung von Genderkriterien in der Stadtplanung

In den tertiären Ausbildungen Architektur und Städteplanung stellen Frauen über die Hälfte der Studierenden (53% und 56%), während in den umsetzenden Bereichen Baugewerbe, Hoch- und Tiefbau vergleichsweise nur ein Viertel Frauen sind (25%).

Das ausgeglichene Geschlechterverhältnis im Architekturstudium resultiert aus dem Anteil der weiblichen Studentinnen an der Technischen Universität, die mit rund 5.600 Studierenden in Architektur (d.s. 96% aller Architekturstudierenden) am meisten ins Gewicht fällt. An den Kunstuniversitäten ist der Frauenanteil geringer. Auch unter Studierenden in Raumplanung zeigt sich an der Technischen Universität Wien ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis, während in Landschaftsplanung an der Universität für Bodenkultur Wien Frauen mit 61% überrepräsentiert sind, womit der Frauenanteil insgesamt über der Hälfte liegt. In den Studienrichtungen Baugewerbe, Hoch- und Tiefbau liegt der Frauenanteil bei rund einem Viertel an der Technischen Universität Wien und einem Fünftel an der FH Campus Wien.

Gegenüber dem WS 2012/2013 hat sich der Frauenanteil in tertiären Ausbildungen im Bereich Wohn- und Städtebau geringfügig erhöht. Dabei zeigen sich gegenläufige Entwicklungen. Während in Ausbildungen in Architektur sowie im Baugewerbe, Hoch- und Tiefbau der Frauenanteil unter Studierenden leicht gestiegen ist, ist in Landschafts- und Raumplanung ein ganz leichter Rückgang des Frauenanteils um 1%-Punkt erkennbar.

Gleichstellungsziel 3

Berücksichtigung von Genderkriterien in der Stadtplanung

Anmerkung 4

Die Ergebnisse der beiden Erhebungen SOWI II sowie EU-SILC sind jedoch nur bedingt miteinander vergleichbar. Während die Wohnzufriedenheit in Rahmen von EU-SILC auf einer Skala mit den beschrifteten Endpunkten „überhaupt nicht zufrieden“ (= 0) und „vollkommen zufrieden“ (= 10) gemessen und dabei als Maß für die Zufriedenheit die mittlere Zufriedenheit (arithmetisches Mittel) ausgewiesen wird, wurde in Rahmen von SOWI II die Zufriedenheit auf einer fünfstufigen Skala erfasst und mit Prozenten ausgewiesen. 2013 bewerteten im Rahmen der SOWI-II-Erhebung 81% der Frauen und 80% der Männer die allgemeine Wohnsituation als zufriedenstellend (Noten 1 und 2 der fünfstufigen Skala).