I Wohnen und öffentlicher Raum

Indikator

I6

Wohnkostenindex

Gleichstellungsziel 1

Zugang zu leistbarem und sicherem Wohnraum

In den Jahren 2004 bis 2014 sind die Hauptmieten in Wien um 33% gestiegen. [Anm.2] Die Erwerbseinkommen unselbstständig Beschäftigter sind im gleichen Zeitraum um insgesamt 12% gestiegen (bei Frauen um 14%, bei Männern um 10%) und fallen damit deutlich geringer aus als die durchschnittlichen Mietkosten.[Anm.3]

Der Wohnkostenanteil, d.h., der Anteil der Wohnausgaben für Miete am Individualeinkommen, ist damit von 2005 auf 2014 um 36 % gestiegen. Da Frauen nach wie vor über ein deutlich geringeres Einkommen verfügen als Männer , müssen sie einen höheren Anteil ihres Einkommens für Wohnen aufwenden, wobei sich dieser Geschlechterunterschied zunehmend verstärkt. Während im betrachteten Zeitraum der Wohnkostenanteil von Frauen um 12%-Punkte zugenommen hat, betrifft dies Männer „lediglich“ mit 9%-Punkten.

Gleichstellungsziel 1

Zugang zu leistbarem und sicherem Wohnraum

Anmerkung 2

Im Vergleich dazu sind die Wohnkosten in Wohnungseigentum um 2%, in Untermiete um 45% und in sonstigen Rechtsverhältnissen um 18% gestiegen.

Anmerkung 3

Im Gegensatz zu I5 Wohnkosten auf Haushaltsebene werden die Mietpreise im Folgenden den Individualeinkommen und nicht den Haushaltseinkommen gegenübergestellt. Damit kann die Erhöhung oder „Inflation“ der Mietpreise mit jener der Frauen- und Männereinkommen verglichen werden.