J Umwelt und Mobilität

Indikator

J1

Umwelteinflüsse im Wohngebiet

Die Befunde verschiedener Studien, die Frauen ein höheres Umweltbewusstsein attestieren, zeigen sich auch in den Daten der Gesundheitsbefragung 2014 zur Einschätzung der Gesundheitsgefährdung durch die Umweltbedingungen in ihrer Wohnumgebung. Während 65% der Männer ihre Wohnumgebung als ziemlich oder äußerst gesund einschätzen, liegt der Anteil bei Frauen lediglich bei 57%. 7% der Frauen und 4% der Männer beurteilen ihre Wohnumgebung als überhaupt nicht oder wenig gesund, 36% der Frauen und 31% der Männer sehen sie als mittelmäßig gesund.

Dass die Einschätzung wesentlich von der Lebenssituation abhängig ist, zeigt sich, wenn die Befragungsergebnisse nach Bildung, Alter und Familienstand differenziert werden. Sowohl Frauen als auch Männer befinden ihre Wohnumgebung im Alter zwischen 25 und 44 Jahren, in der Phase, die stärker durch Familie und Kinder geprägt ist, häufiger als überhaupt nicht/wenig oder mittelmäßig gesund. In Haushalten mit Kindern zeigt sich eine deutlich schlechtere Einschätzung bei Frauen als bei Männern. Dagegen sehen Personen mit höheren Bildungsabschlüssen ihre Wohnumgebung weniger häufig als gesundheitsgefährdend: Dies sind 38% der Frauen und 31% der Männer.

Gegenüber der vorigen Gesundheitsbefragung von 2006/2007 ist der Anteil der Frauen, die die Umweltbedingungen der Wohnumgebung nur mittelmäßig beurteilt haben, von 32% auf 36% gestiegen. Bei Männern ist der Anteil von mittelmäßiger und wenig gesunder Beurteilung gesunken; damit schätzen 2014 Männer die Umweltbedingungen in ihrer Wohnumgebung häufiger als gesund ein.

Anmerkung 1

Laut EU-SILC 2015 liegt die Armutsgefährdungsschwelle bei rund Euro 13.956 (netto) pro Jahr bzw. Euro 1.163,- pro Monat für einen Einpersonenhaushalt.