K Gewalt

Gleichstellungsziele

  • 1Sichtbarmachen und langfristiges Senken von Gewalt durch (Ex-)PartnerInnen
  • 2Sichtbarmachen und langfristiges Senken von sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt gegen Mädchen und Frauen
  • 3Sichtbarmachen und langfristiges Senken von Gewalt gegen Mädchen und Frauen in Institutionen
  • 4Aufbau von Gender-Kompetenz im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt bei allen relevanten AkteurInnen

Gewalt gegen Frauen, ausgeübt von vorwiegend männlichen Tätern, ist Ausdruck vergeschlechtlicht organisierter gesamtgesellschaftlicher Machtstrukturen und Hierarchien, die sich einerseits in Strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben und gegen die Freiheit (K1) von Frauen und andererseits in Strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung (K2) von Frauen manifestieren. Wegweisungen, Betretungsverbote und Streitschlichtungen (K3) sind Maßnahmen, die von der Exekutive gesetzt werden, um individuell von Gewalt betroffene Frauen akut zu schützen; die Gewalt geht in den meisten Fällen von (Ex)-PartnerInnen aus (K4). Die Daten der Indikatoren K1 bis K4 beinhalten nur die angezeigten Fälle, daher wird über die Indikatoren K5 und K6 versucht, auch einen Einblick in ein Segment der nicht angezeigten Fälle zu geben; dennoch muss auf eine hohe Dunkelziffer hingewiesen werden. So ist die Aufnahme von Frauen und Kindern in Wiener Frauenhäusern (K5) ebenfalls eine Schutzmaßnahme insbesondere gegen wiederholte Beziehungsgewalt, die sich gegen Partnerinnen, aber auch die (gemeinsamen) Kinder richtet. Zahlen des Vereins Orient Express hinsichtlich betreuter Mädchen und Frauen, die von Zwangsverheiratung (K6) bedroht sind, geben einen Hinweis über das Ausmaß dieser Gewaltform. Zuletzt soll der Indikator über Gewalt in Schulen (K7) Aufschluss darüber geben, wie sehr Gewalt in Bildungseinrichtungen innerhalb der Gruppe der SchülerInnen verbreitet ist.