L Gesundheit

Indikator

L11

Fachliche Spezialisierung von Ärztinnen und Ärzten

Gleichstellungsziel 5

Gleiche Zugangschancen von Frauen in medizinische Berufe

Indikator 11 bildet die geschlechtsspezifische Segregation in der Ärzteschaft ab, konkret den Frauenanteil unter niedergelassenen und angestellten Ärztinnen und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen. Insgesamt sind 2.297 (39%) aller niedergelassenen und 2.064 (42%) aller angestellten Ärztinnen und Ärzte in Wien Frauen. Frauen stellen die Mehrheit in der Kinder- und Jugendheilkunde sowie die Hälfte der AllgemeinmedizinerInnen und in der Dermatologie (Hauterkrankungen). Darüber hinaus weisen die physikalische Medizin, die Psychiatrie, die Augenheilkunde und die Anästhesiologie annähernd ausgeglichene Geschlechterverhältnisse auf. In allen anderen Bereichen sind Frauen unterrepräsentiert. Die niedrigsten Frauenanteile weisen die chirurgischen Bereiche und die Urologie auf, wobei hier der Frauenanteil unter den angestellten Ärztinnen und Ärzten höher ist als unter den niedergelassenen. In der Frauen- und Geburtsheilkunde sind Frauen mit 153 (40%) unter den niedergelassenen und mit 136 (49%) unter den angestellten Ärztinnen und Ärzten vertreten.

Im Vergleich der Jahre 2014 und 2016 zeigt sich, dass der Frauenanteil der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten mit 39% gleichgeblieben, aber bei den angestellten Ärztinnen und Ärzten ein Rückgang um 10%-Punkte eingetreten ist. Der große Rückgang ist vor allem auf die niedrigen Fallzahlen bei der Erhebung zurückzuführen.

Gleichstellungsziel 6

Gleiche Zugangschancen von Frauen in medizinische Berufe

Anmerkung 2

Seit 1. Jänner 2015 sind auch Frauen in gleichgeschlechtlichen Paaren anspruchsberechtigt. Bei lesbischen Paaren wird eine Insemination ohne medizinische Indikation nicht vom IVF Fonds unterstützt. Finanziert werden Behandlungs- und Medikamentenkosten; der Spendersamen muss im Rahmen eines Pauschalbeitrages selbst bezahlt werden.