Anhang

Glossar

Anorexia nervosa/Anorexie: Anorexie, auch Magersucht genannt, ist eine psychosomatisch bedingte Form der Essstörung, die überwiegend bei Mädchen und jungen Frauen auftritt. In klinischen Studien zeigt sich ein Verhältnis zwischen Männern und Frauen von 1:10 bis 1:12. Typisch für die Magersucht ist ein selbst herbeigeführter gesundheitsschädigender radikaler Gewichtsverlust mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit. Das Körpergewicht Magersüchtiger liegt mindestens 15% unter dem Normalgewicht. Bei erwachsenen Betroffenen kann die Diagnose bei einem Body Mass Index (siehe BMI – Body Mass Index) von unter 17,5 kg/m2 gestellt werden.

Äquivalisiertes Einkommen – Äquivalenzeinkommen: gewichtetes verfügbares Haushaltseinkommen. Die Gewichtung wird auf Basis der EU-Skala berechnet, das verfügbare Haushaltseinkommen wird durch die Summe der Gewichte je Haushalt dividiert, wobei die erste Person mit 1,0 gewichtet wird, jede weitere Person mit 0,5 und ein Kind unter 14 Jahren mit 0,3 (meist wird es als Nettoäquivalenzeinkommen gerechnet).

Äquivalisierte Wohnkosten – Mietkosten: Für die Darstellung der durchschnittlichen Wohnkosten werden äquivalisierte Medianwerte herangezogen, d.h., das Einkommen und die Wohnkosten sind nach Größe und Zusammensetzung der Haushaltstypen gewichtet, wobei die erste Person mit 1,0 gewichtet wird, jede weitere Person mit 0,5 und Kinder unter 14 Jahren mit 0,3.

Arbeitslosengeld/Notstandshilfe: Das Arbeitslosengeld ist eine Geldleistung zur finanziellen Sicherung der Lebensgrundlage für die Zeit der Arbeitsuche, die Arbeitsfähigkeit, Arbeitswilligkeit und Arbeitslosigkeit voraussetzt. Zudem müssen BezieherInnen der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen. Notstandshilfe gebührt dann, wenn der Anspruch auf Arbeitslosengeld ausgeschöpft ist und die Arbeitssuchenden keine Einkommen aufweisen, sodass von einer Notlage ausgegangen wird. Die Höhe des Bezugs richtet sich nach dem vorherigen Erwerbseinkommen; für die Berechnung der Notstandshilfe wird auch das Einkommen der Partnerin oder des Partners mitberücksichtigt. Der Tagessatz beschreibt die Höhe der Leistung und besteht aus dem Grundbetrag und einem etwaigen Familienzuschlag.

Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung (Zielgruppe EU-Strategie 2020): Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung erfasst ein breites Konzept von Armut und liegt dann vor, wenn mindestens eines der nachfolgenden Kriterien zutrifft: Armutsgefährdung, erhebliche materielle Deprivation und keine oder sehr niedrige Erwerbsintensität. Damit wird die Zielgruppe zur Bekämpfung von Armut für die EU-Strategie 2020 definiert.

Armutsgefährdung: Alle Personen, deren äquivalisiertes Haushaltseinkommen unterhalb des festgelegten Schwellenwertes von 60% des Medianeinkommens liegt, gelten in Österreich als armutsgefährdet. Zur Vergleichbarkeit der Haushalte wird das Pro-Kopf-Einkommen nach der Zahl der Haushaltsmitglieder und nach dem Alter gewichtet (Äquivalenzprinzip).

Ausgleichszulage: Eine Ausgleichszulage erhalten alle PensionsbezieherInnen, deren Pensionshöhe den jeweiligen Ausgleichszulagenrichtsatz des monatlichen Nettoeinkommens von Euro 872,- für alleinstehende Personen und Euro 1.308,- für Ehepaare (2015) unterschreitet. Sie gewährt also eine Existenzsicherung für ältere oder arbeitsunfähige Personen mit geringen Eigenpensionen (Alters- und Invaliditätspensionen) wie auch Hinterbliebenenpensionen (Witwen- und Witwerpensionen sowie Waisenpensionen).

Bedarfsorientierte Mindestsicherung/Ergänzungsleistungen: Anspruch auf eine Bedarfsorientierte Mindestsicherung besteht, wenn keine anderen finanziellen Möglichkeiten zur Sicherung des Lebensbedarfs gegeben sind. Die Höhe der Mindestsicherung (bis 2010 Sozialhilfe genannt) ist abhängig von der Größe der Bedarfsgemeinschaft (Anzahl der Personen im Haushalt), der Höhe der Miete sowie der Höhe des verfügbaren Einkommens der Bedarfsgemeinschaft. Vollbezugsleistungen bestehen, wenn neben der Mindestsicherung keine weiteren Einkommen bezogen werden. Ergänzungsleistungen bestehen, wenn Personen zusätzlich zu einem Einkommen auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Als Einkommen (siehe Einkommen) zählen u.a. neben dem Erwerbseinkommen Kapitelerträge, Einkünfte aus geringfügiger Beschäftigung, Arbeitslosengeld, Krankengeld, Notstandshilfe und Alimente.

Begünstigt behinderte Personen: Begünstigt behinderte Personen im Sinne des Bundesgesetzes sind erwerbsfähige Personen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50%, die einen Anspruch auf besondere Förderungen und arbeitsrechtlichen Schutz aufweisen.

BEIS-Typologie: Die BEIS-Typologie fasst politische Themenbereiche nach den Kategorien Basisfunktionen (innere und äußere Angelegenheiten, Verteidigung, Justiz etc. = B), Wirtschaft (Finanzen, Handel, Industrie, Landwirtschaft etc. = E), Infrastruktur (Verkehr, Kommunikation, Umwelt, Bau = I) und soziokulturelle Funktionen (Soziales, Gesundheit, Kinder, Familie, Jugend, Ältere Bildung, Wissenschaft, Kultur, Sport etc. = S) zusammen. Diese Kategorien werden beispielsweise für internationale Vergleiche von Ministerien verwendet.

Binge Eating Disorder (englisch binge = Gelage): ist eine Essstörung mit Essattacken ohne Erbrechen.

BMI – Body Mass Index: Der BMI ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts einer Person in Relation zur Körpergröße. Laut WHO ist ein Wert zwischen 18,5 und 25,0 als Normalgewicht zu werten. Ein Wert ≤ 16 gilt als starkes Untergewicht, ein Wert ≥ 30 als Adipositas (starkes Übergewicht).

Bruttoeinkommen/Nettoeinkommen: Das Bruttoeinkommen stellt das Einkommen vor Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer dar. Bei selbstständig Erwerbstätigen zählen die Sozialbeiträge als Betriebsausgaben und kommen in den Einkommenssteuerdaten nicht vor. Das Pendant zum Nettoeinkommen von unselbstständig Erwerbstätigen stellt das Einkommen nach Steuern für selbstständig Erwerbstätige dar. Für den Vergleich mit den selbstständig Erwerbstätigen wird für unselbstständig Erwerbstätige und PensionistInnen ein adaptiertes Bruttojahreseinkommen berechnet, bei dem die Sozialbeiträge abgezogen werden.

BürgerInnenbeteiligung: Einbeziehung von BürgerInnen in Planungs- und Entscheidungsprozesse der öffentlichen Hand, um ihre Bedürfnisse und Interessen berücksichtigen zu können. BürgerInnen werden dabei als ExpertInnen in ihrem eigenen Lebensumfeld angesprochen und sollen diese Expertise in die Planung konkreter, zumeist lokaler, Projekte einbringen.

BürgerInneninitiative: Eine aus der Bevölkerung heraus, oft zu einem konkreten Anlass zeitlich begrenzte Interessenvereinigung, die sich außerhalb der etablierten Beteiligungsformen der repräsentativen Parteiendemokratie bildet. Häufig melden sich unmittelbar Betroffene zu Wort, die im Zuge der öffentlichen Meinungswerbung und im Diskurs mit politischen EntscheidungsträgerInnen um Abhilfe im Sinne ihres Anliegens bemüht sind.

Bulimia nervosa: Ess-Brech-Sucht, eine psychosomatisch bedingte Form der Essstörung.

Care-Arbeit: Der Begriff Care-Arbeit umfasst Betreuungs-, Pflege-, Sorge- und Beziehungsarbeit, also die Reproduktionsarbeit, die die Grundlage unseres Zusammenlebens bildet. Dazu zählen sowohl die im privaten Bereich geleistete unbezahlte Arbeit als auch die bezahlte Pflege- und Betreuungsarbeit in Haushalten und Institutionen (Spitälern, Pflegeheimen, Kindergruppen etc.).

Cybermobbing: Das neue Gesetz gegen Cybermobbing (§ 107c.), das am 01.01.2016 in Kraft trat, versucht, Gewalt, die über das Internet ausgeübt wird, zu ahnden. Insbesondere betrachtet das Gesetz Cybermobbing als fortgesetztes Mobbing, das für eine größere Zahl von Menschen wahrnehmbar in sozialen Medien erfolgt. Der Strafrahmen umfasst eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder eine entsprechende Geldstrafe. Hat die Tat den Selbstmord oder den Versuch des Selbstmordes der betroffenen Person zur Folge, ist mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren zu rechnen.

Einkommen: Das Einkommen setzt sich aus der Summe der einzelnen Einkünfte zusammen. Diese lassen sich in folgende sieben Einkunftsarten unterteilen: Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus selbstständiger Arbeit, Einkünfte aus dem Gewerbebetrieb, Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit (z.B. Angestellte, Arbeiterinnen und Arbeiter, Pensionistinnen und Pensionisten), Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus Kapitalvermögen (z.B. Sparbücher, Wertpapiere) und sonstige Einkünfte (z.B. bestimmte Leibrenten, Spekulationsgewinne, Einkünfte aus dem Verkauf privater GesmbH-Beteiligungen, Einkünfte aus gelegentlichen Vermittlungen und anderen Leistungen, Funktionsgebühren).

Erwerbsintensität: Die Erwerbsintensität der Haushalte ergibt sich aus dem Anteil der Erwerbsmonate aller Personen zwischen 18 und 59 Jahren (ohne Studierende) an der maximal möglichen Erwerbszeit in einem Haushalt. In der Studie „Armut und soziale Ausgrenzung“ (Hartmut 2008) werden drei Kategorien ausgewiesen: keine oder sehr niedrige Erwerbsintensität (≤ 20%), mittlere Erwerbsintensität (> 20% und < 85%) und hohe Erwerbsintensität (≥ 85%).

Finanzielle Deprivation: Finanzielle Deprivation wird nach nationaler Definition auf Basis der Leistbarkeit von sieben Ausgabenkategorien (Kleidung, Nahrung, Arztbesuche, Wohnung warm halten, Freunde einladen, unerwartete Ausgaben zahlen können, Zahlungsrückstände) ermittelt. Finanzielle Deprivation liegt dann vor, wenn mindestens zwei der sieben Ausgabenkategorien nicht leistbar sind. Anstelle der EU-Definition der materiellen Deprivation (neun Ausgabekategorien, von denen drei nicht leistbar sind) wird hier die nationale Definition von finanzieller Deprivation dargestellt, da diese den nationalen Lebensstandard besser widerspiegelt. In der Sozialwissenschaftlichen Grundlagenstudie II (SOWI II) wurden sechs Ausgabenkategorien abgefragt; die Kategorie „Kleidung“ wurde abweichend von der nationalen Definition ausgespart.

Gender-Kriterien/Gender-Aspekte: Gender-Kriterien sind unterschiedliche soziale, sprachliche und finanzielle Kriterien, welche die geschlechterspezifische Ausgewogenheit und die Chancengleichheit von Frauen und Männern abbilden und verbessern sollen. Die Kategorie „Gender“ in Form von Kriterien kann somit auch in der Vergabe von Fördermitteln bzw. Aufträgen berücksichtig werden. Gender-Kriterien tragen zur Bewusstseinsbildung und zur Sensibilisierung bei bspw. FördergeberInnen, AntragstellerInnen und ExpertInnen bei.

Gemeinderat/Landtag: Wien hat eine verfassungsrechtliche Sonderstellung und ist Gemeinde als auch Land. Somit verfügt Wien über zwei politische Entscheidungsstrukturen, die unterschiedliche Befugnisse innehaben. Der Wiener Gemeinderat ist die Entscheidungsstruktur für die Gemeinde Wien und der Wiener Landtag jene für das Bundesland. Der Gemeinderat übt die Oberaufsicht über die Gemeinde aus, wählt die Bürgermeisterin oder den Bürgermeister, die Vizebürgermeisterinnen und Vizebürgermeister sowie die Stadträtinnen und Stadträte. Er beschließt insbesondere den Voranschlag (das Budget), den Dienstpostenplan sowie den Rechnungsabschluss. Der Landtag ist für die Landesgesetzgebung und die Landesverfassungsgesetzgebung zuständig wie auch für die politische Kontrolle der Landesregierung. Der Gemeinderat setzt sich aus 100 Mitgliedern zusammen, die zugleich Landtagsabgeordnete sind.

Gemeinderatsausschüsse – Ausschüsse und Gremien des Wiener Gemeinderats: Für jede Verwaltungsgruppe ist zumindest ein Ausschuss eingerichtet. Darüber hinaus ist der Stadtrechnungshofausschuss mit der Behandlung der Berichte des Stadtrechnungshofes befasst. Die Unternehmungen der Stadt Wien, wie z.B. Wiener Wohnen, unterstehen ebenfalls einem oder mehreren Gemeinderatsausschüssen. Jeder Ausschuss – ausgenommen der Stadtrechnungshofausschuss – besteht aus den jeweils zuständigen amtsführenden Stadträtinnen und Stadträten und aus jeweils mindestens zehn Mitgliedern und Ersatzmitgliedern (die genaue Anzahl wird nach dem Stärkeverhältnis der Parteien im Gemeinderat festgelegt). Darüber hinaus bestehen Gremien für Personalangelegenheiten (Personalkommission), für Beschäftigte mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen (Behindertenkommission) und Gremien für die Krankenfürsorgeanstalt (Vorstand, Überwachungsausschuss, und Schiedsgericht des KFA).

Gendermedizin: Gendermedizin beschäftigt sich mit den verschiedenen Ausprägungen von Krankheitssymptomen und -bildern, bedingt durch die unterschiedliche Anatomie von Frauen und Männern, wie auch geschlechtsspezifische Wirkungsweisen von Medikamenten.

Gender Pay Gap: Der Gender Pay Gap misst den Einkommensunterschied der Bruttolöhne zwischen Frauen und Männern in Prozent der Männereinkommen. Bei der nationalen Berechnung des Gender Pay Gap durch die Statistik Austria werden die Medianwerte der Bruttostundenverdienste der unselbstständig Beschäftigten auf Basis der Verdienststrukturerhebung herangezogen. Mehr- und Überstunden sind, wenn nicht anders ausgewiesen, nicht inkludiert. Lehrlinge werden bei der Berechnung ausgenommen.

Gender Pension Gap: Die Definition des Gender Pension Gap erfolgt analog zum Gender Pay Gap. Er misst den Unterschied der Pensionsbezüge zwischen Frauen und Männern in Prozent der Männerbezüge.

Geschlechtsspezifische Gewalt: Geschlechtsspezifische Gewalt bezeichnet Gewalt gegen Menschen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Gewalt gegen Frauen und Mädchen umfasst laut der UN-Declaration on the Elimination of Violence against Women alle Gewalthandlungen, durch die Frauen körperlicher, sexueller oder psychischer Schaden oder Leid zugefügt wird. Häusliche Gewalt macht einen großen Teil dieser Gewalthandlungen aus.

Gewalt im sozialen Nahraum: Mit Gewalt im sozialen Nahraum wird körperliche, sexualisierte, psychische (inkl. finanzieller) Gewalt bezeichnet, die in engen sozialen Beziehungen ausgeübt wird, etwa innerhalb der Familie und durch BeziehungspartnerInnen, aber auch in anderen, durch sozialräumliche Nähe gekennzeichneten Alltagskontexten, wie Schule, Ausbildung und Berufswelt sowie im FreundInnen- und Bekanntenkreis und in der Nachbarschaft.

Green Jobs nach EGSS-Konzept: Basierend auf einem erweiterten Konzept des Umweltsektors (EGSS = Environmental Goods and Services Sector), welches von EUROSTAT unter Mitarbeit der Statistik Austria im Jahre 2006 entwickelt wurde, können Green Jobs in unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen verortet werden. Neben der Erfassung klassischer „Umweltberufe“ geht dieses Konzept über sogenannte „Öko-Industrien“ hinaus und berücksichtigt alle Arbeitsplätze bezüglich der Herstellung von Produkten, Technologien und Dienstleistungen zur Vermeidung von Umweltschäden sowie zur Reduktion von Umweltauswirkungen. Die Zahl der Beschäftigten wird indirekt über die Umsätze von Umweltprodukten und -dienstleistungen ermittelt.

Haushalte mit/ohne Pension: Als Haushalte mit Pension werden jene definiert, deren Einkommen zu mindestens 50% aus Altersleistungen stammt; als Haushalte ohne Pension entsprechend jene, in denen Altersleistungen weniger als 50% des Einkommens ausmachen.

Haushalte mit einer/einem Hauptverdienenden: Als Hauptverdienerin oder Hauptverdiener ist jene Person im Haushalt definiert, die den größten Beitrag zum Haushaltseinkommen leistet, d.h., die das höchste Nettoeinkommen aller Mitglieder eines Haushalts aufweist.

HEPA: Empfehlung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) für gesundheitsfördernde körperliche Aktivität (HEPA – health enhancing physical activity), die dann vorliegt, wenn pro Woche mindestens 150 Minuten mäßig intensive Bewegungen ausgeübt werden.

Herkunftsländer wurden im Wiener Gleichstellungsmonitor 2013 in Abstimmung mit dem Wiener Integrations- und Diversitätsmonitor zu folgenden Ländergruppen zusammengefasst:

Türkei

Ost-/Südosteuropa: Albanien, Bosnien, Kosovo, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Russland, Serbien, Ukraine, Weißrussland

Sonstige Drittstaaten

Initiative Erwachsenenbildung: Die Initiative Erwachsenenbildung steht für die Länder-Bund-Initiative zur Förderung grundlegender Bildungsabschlüsse für Erwachsene. Ihr Ziel ist es, in Österreich lebenden Jugendlichen und Erwachsenen auch nach Beendigung der schulischen Ausbildungsphase den Erwerb grundlegender Kompetenzen und Bildungsabschlüsse unentgeltlich zu ermöglichen. Im Rahmen der Initiative Erwachsenenbildung werden einerseits Basisbildungskurse und andererseits Kurse zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses gefördert.

Intersexpersonen: Manche Menschen werden mit uneindeutigen Genitalien geboren oder besitzen Geschlechtsmerkmale (chromosomal, anatomisch und/oder hormonell), die nicht den „klassischen Idealen“ eines rein männlichen oder weiblichen Körpers entsprechen – sie sind Inter. Die Geschlechtsidentität intergeschlechtlicher Menschen kann inter sein, muss aber nicht. Sie können auch eine männliche, weibliche, Trans- oder andere Identität haben.

IVF-Behandlungen – In-vitro-Fertilisation: Die Bezeichnung In-vitro-Fertilisation (lateinisch: Befruchtung im Glas) ist historisch bedingt, da die ersten Befruchtungsversuche noch in gläsernen Teströhrchen stattfanden. Dem Eierstock der Frau werden zumeist mehrere Eizellen entnommen (Punktion), die dann in einer Petrischale mit männlichem Sperma vermischt und im Brutschrank kultiviert werden. Maximal drei befruchtete Eizellen werden in die Gebärmutter transferiert.

ISCO08-Berufsklassifikation: Die Internationale Standardklassifikation der Berufe (ISCO) basiert auf Richtlinien der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und klassifiziert die beruflichen Tätigkeiten der erwerbstätigen Bevölkerung nach relativ ähnlichen Kategorien. Die Zuordnung erfolgt einerseits über das Anforderungsniveau (Definition über Ausbildungsstufen der ISCED – International Standard Classification of Education), andererseits über die berufsfachliche Spezialisierung. Die ISCO-08 unterscheidet vier Hierarchieebenen: zehn Berufshauptgruppen, 43 Berufsgruppen, 130 Berufsuntergruppen und 436 Berufsgattungen. Der Vorteil dieser Klassifikation liegt darin, dass die Berufe nach Qualifikationen geordnet werden. Allerdings sind die Obergruppen teilweise sehr heterogen. Beispielsweise sind Führungskräfte in der Privatwirtschaft, zu denen etwa auch LeiterInnen von kleineren Handelsfilialen zählen, sehr weit gefasst. Teilweise befinden sich ähnliche Berufe in unterschiedlichen Bereichen, wenn „Pflegeberufe“ zu den „Personenbezogenen Dienstleistungsberufen und Sicherheitsdiensten“ gezählt werden, aber „Sozialpflegerische Berufe“ zu „Sonstigen nicht technischen Fachkräften“.

Kinderbetreuungsgeld: Beim Bezug von Kinderbetreuungsgeld kann zwischen fünf Varianten gewählt werden, die sich nach Bezugsdauer und Unterstützungshöhe unterschieden. Das Kinderbetreuungsgeld (KBG) kann als Pauschalleistung (vier Varianten: 30+6, 20+4, 15+3 und 12+2 Monate) sowie als einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld (12+2) bezogen werden. Der Bezug des Kinderbetreuungsgeldes ist mit Ausnahme der einkommensabhängigen Variante unabhängig von einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit der Eltern sowie von arbeitsrechtlichen Karenzregelungen. Zudem existiert eine Zuverdienstgrenze, die eine Teilzeitbeschäftigung begünstigt. Der Bezug des Kinderbetreuungsgeldes kann durch beide Elternteile erfolgen; ein Sechstel der Zeit ist jeweils für den zweiten Elternteil reserviert und verfällt, wenn sie nicht auch vom Vater oder der Mutter genutzt wird.

Kolleg: Das Kolleg ist eine vier- bis sechssemestrige berufliche Ausbildung, die mit einer Diplomprüfung endet und für AbsolventInnen anderer höherer bildender Schulen (insbesondere AHS) konzipiert ist.

Lenkungsgruppen in kooperativen Verfahren der MA 21 (Stadtteilplanung und Flächennutzung): Unter kooperativen Verfahren werden Planungsverfahren verstanden, an denen mehrere PlanerInnen oder Planungsteams teilnehmen, die – im Unterschied zum Wettbewerb – zumindest teilweise beim Planen miteinander kooperieren. Die Lenkungsgruppe besteht aus den wichtigsten StakeholderInnen: Stadt- und Bezirkspolitik, AuftraggeberInnen und GrundeigentümerInnen, der MA 21 sowie einer/einem ZielgruppenvertreterIn und ev. anderen VertreterInnen des Magistrats. Innerhalb der Begleitgruppe hat die Lenkungsgruppe die Aufgabe, die Richtung des Verfahrens zu bestimmen und gegebenenfalls Entscheidungen über Veränderungen des Ablaufs, Verlängerungen oder andere grundlegende Fragen zu treffen, damit das geplante Ziel erreicht werden kann. In der Vorbereitungsphase wirkt die Lenkungsgruppe an der Vorbereitung des Verfahrens mit. Bei der Diskussion und Bewertung der Resultate und Zwischenresultate vertreten die Mitglieder der Lenkungsgruppe jeweils (öffentliche oder private) Interessen.

Medianeinkommen – Median und Mittelwert: Zur Beschreibung von Durchschnittswerten kann einerseits der Median, andererseits das arithmetische Mittel (Mittelwert) herangezogen werden. Bei der Berechnung des Medians werden alle Daten der Höhe nach gereiht und in zwei gleich große Hälften geteilt. Dies ist insbesondere bei Einkommen üblich, um einen mittleren, d.h., typischen, Wert darzustellen und diesen weniger von Extremwerten im oberen Bereich abhängig zu machen. Der Median ist dabei jener Wert, bei dem 50% der EinkommensbezieherInnen unterhalb und 50% oberhalb liegen. Der Mittelwert, das arithmetische Mittel, misst hingegen die Summe aller Einkommen geteilt durch die Anzahl der EinkommensbezieherInnen.

Migrationshintergrund: Migrationshintergrund liegt entsprechend der Definition der Stadt Wien vor, wenn Personen nicht in Österreich geboren sind, eine ausländische Staatsbürgerschaft aufweisen oder mindestens ein Elternteil im Ausland geboren ist. Die MA 17 (Abteilung Integration und Diversität) geht von einem generationenübergreifenden Migrationsbegriff aus. Bei diesem geht es einerseits um die Frage nach der persönlichen, tatsächlich erlebten Migration und andererseits um die Fragen der Staatsangehörigkeit und Einbürgerung

Menschen mit ausländischer Herkunft: Personen, die im Ausland geboren sind und/oder eine ausländische StaatsbürgerInnenschaft aufweisen (Gruppierung der Herkunftsländer siehe Herkunftsländer).

Neue Selbstständige: Als Neue Selbstständige werden Personen bezeichnet, die aufgrund einer betrieblichen Tätigkeit steuerrechtlich Einkünfte aus einer selbstständigen Arbeit erzielen und dafür keine Gewerbeberechtigung benötigen. Ihre betriebliche Tätigkeit üben Neue Selbstständige im Rahmen eines Werkvertrages aus. Ein Werkvertrag liegt dann vor, wenn die Herstellung eines Werkes gegen Entgelt erfolgt, d.h., das Ergebnis der Dienstleistung entscheidend ist.

Notsectio: Notkaiserschnitt, der nicht vor der Geburt geplant war, sondern während der Geburt – etwa infolge auftretender Komplikationen – durchgeführt wird, um das Leben von Mutter und Kind nicht zu gefährden.

PflegegeldbezieherInnen: Das Pflegegeld stellt eine zweckgebundene Leistung zur teilweisen Abdeckung der pflegebedingten Mehraufwendungen und daher keine Einkommenserhöhung dar. Es ermöglicht pflegebedürftigen Menschen eine gewisse Unabhängigkeit und einen (längeren) Verbleib in der gewohnten Umgebung. Das Pflegegeld ist demnach eine zusätzliche finanzielle Leistung für Personen, die einen ständigen Betreuungs- und Hilfsbedarf wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder eine Sinnesbehinderung haben, die voraussichtlich mindestens sechs Monate andauern wird. Folglich werden die Kosten für Betreuungsmaßnahmen und Hilfsverrichtungen, die durch die Pflegebedürftigkeit entstehen, zumindest teilweise abgedeckt. Das Pflegegeld wird monatlich ausbezahlt, die Höhe ist abhängig vom jeweils erforderlichen Pflegeaufwand und unabhängig vom Einkommen der pflegebedürftigen Person oder ihrer Angehörigen. Insgesamt werden sieben Stufen unterschieden (Stand 2014):

Stufe 1: Pflegeaufwand über 60 Stunden/Monat: Euro 154,20

Stufe 2: Pflegeaufwand über 85 Stunden/Monat: Euro 284,30

Stufe 3: Pflegeaufwand über 120 Stunden/Monat: Euro 442,90

Stufe 4: Pflegeaufwand über 160 Stunden/Monat: Euro 664,30

Stufe 5: Pflegeaufwand über 180 Stunden/Monat + dauernde Bereitschaft: Euro 902,30

Stufe 6: Pflegeaufwand über 180 Stunden/Monat + unkoordinierbare Betreuung: Euro 1.260,00

Stufe 7: Pflegeaufwand über 180 Stunden/Monat + Bewegungsunfähigkeit: Euro 1.655,80

Pflegekinder: Wenn Kinder nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können, weil die leiblichen Eltern nicht in der Lage oder gewillt sind, das Kind adäquat zu betreuen, wird die Obsorge an das Jugendamt übergeben. Pflegeeltern sind in diesen Fällen vom Jugendamt beauftragt und nehmen Kinder auf unbestimmte Zeit bei sich zu Hause auf. Die leiblichen Eltern haben anders als bei einer Adoption weiterhin Kontaktrechte.

Quotenregelung: Die Quotenregelung ist eine Verteilungsregel, die vorsieht, bei bestimmten Positionen wie Ämtern oder wichtigen Funktionen wie auch Gütern im Handel, diese nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel oder einer bestimmten Quote zu vergeben. So gibt es bspw. Quoten für Studien, Import von Waren oder Anteilen von bestimmten Personengruppen.

Reißverschlussprinzip: Damit Frauen an wählbarer Stelle kandidieren können, wird bei den Wahllisten der KandidatInnen das Reißverschlussprinzip angewandt. Das Reißverschlussprinzip regelt eine abwechselnde Reihenfolge von Frauen und Männern, um zu gewährleisten, dass der Frauenanteil unabhängig vom Wahlergebnis eingehalten wird. Ein fixer Frauenanteil auf den Wahllisten allein ist allerdings zu wenig, stellten die Chefinnen der SP- und VP-Frauen fest. Doch auch das bei den Roten bereits geltende Reißverschlussprinzip, bei dem auf einen Mann eine Frau folgen muss und umgekehrt, wird nicht von allen Landesgruppen beherzigt.

Schikane: Die HBSC-Studie bedient sich bei der Erfassung von Gewalt und Mobbing des Begriffes Schikane für das Konzept des Bullying. Der englischsprachige Ausdruck Bullying wurde von Dan Olweus geprägt und bezeichnet gewalttätige Handlungen unter SchülerInnen. Nach Olweus sind SchülerInnen dann Gewalt oder Bullying ausgesetzt und werden gemobbt oder schikaniert, wenn sie über einen längeren Zeitraum absichtlich verletzt oder ihnen Unannehmlichkeiten zugefügt werden. Diese Handlungen können verbal, physisch oder auch auf andere Weise erfolgen (siehe Cyber-Mobbing). Voraussetzung ist ein Ungleichgewicht zwischen TäterInnen und Opfern (Olweus 2002: 22).

Senat an Universitäten: Der Universitätssenat ist neben Rektorat und Universitätsrat das oberste Aufsichtsorgan der Universitäten. Die Aufgaben des Universitätsrates sind im § 25 Universitätsgesetz 2002 geregelt. Bei ihm liegen die wesentlichsten Entscheidungskompetenzen für Studien- und Prüfungsangelegenheiten.

Sexistische Werbung: Werbung gilt dann als sexistisch, wenn Werbesujets Frauen oder Männer aufgrund ihres Geschlechts diskriminierend darstellen. Zum Einsatz kommen u.a. die Abbildung von traditionellen Rollenbildern und die starke Sexualisierung von (primär) Frauen.

Soziale Deprivation: Soziale Isolation – oder auch soziale Ausgrenzung genannt – ist der Entzug oder die Entbehrung von sozialen Beziehungen oder Kontakten. Die soziale Deprivation hat negative Auswirkungen auf Wohlempfinden, Leistungsfähigkeit und Persönlichkeitsentwicklung.

Stalking: Stalking bezeichnet ein Verhalten, mit dem eine Person eine andere Person wiederholt und über einen längeren Zeitraum verfolgt, belästigt, ausspioniert, bedroht und unter Umständen auch körperlich attackiert. Das umfasst etwa SMS- oder Telefonterror, unerwünschte Geschenke, das Auftauchen an den Orten der Person oder die Kontaktsuche mit Freundinnen und Freunden des Opfers. Stalking wird gezielt eingesetzt, um Macht und Kontrolle über eine andere Person zu erlangen, sie unter Druck zu setzen, zu beunruhigen und zu ängstigen. Besonders häufig stalken Männer ihre Ex-Partnerinnen nach dem Ende einer Beziehung.

Überbelegte Wohnungen/Überbelag: Für die Berechnung des Überbelags wurde die Definition der MA 18 (Stadtentwicklung und Stadtplanung) herangezogen: Ein Mangel an Wohnraum oder ein Überbelag ist dementsprechend dann gegeben, wenn in einem Haushalt 1,5 oder mehr Personen pro Wohnraum leben. Dafür bildet die Wohnnutzfläche die Basis für die Berechnung. Übersteigt oder unterschreitet die Wohnfläche eine bestimmte Anzahl von Quadratmetern pro Person, liegt – unabhängig von der Anzahl der Wohnräume – kein oder ein Überbelag vor.

Universitätsrat/Aufsichtsrat: Der Universitätsrat ist neben dem Rektorat und dem Senat eines der obersten Aufsichtsorgane der Universitäten. Die Aufgaben des Universitätsrates sind im § 21 Universitätsgesetz 2002 geregelt und entsprechen in etwa denen eines Aufsichtsrats einer Kapitalgesellschaft. Der Aufsichtsrat einer Kapitalgesellschaft (Aktiengesellschaft und GmbH) hat zur Aufgabe, die Geschäftsführung – also den Vorstand – zu überwachen. Hierzu kann der Aufsichtsrat (oder können einzelne Mitglieder) vom Vorstand jederzeit einen Bericht über die Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen. Der Aufsichtsrat kann die Bücher der Gesellschaft sowie die Vermögensgegenstände prüfen oder prüfen lassen. Weiter kann der Aufsichtsrat Hauptversammlungen einberufen. Rechtsgrundlage der Arbeit des Aufsichtsrats sind in §§ 86 bis 99 des Aktiengesetzes geregelt. Eine Reihe von Geschäften (z.B. Kauf und Verkauf von Tochtergesellschaften) soll nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Vorschlag für die Gewinnverteilung und den Lagebericht zu prüfen und der Hauptversammlung darüber zu berichten.

Vergeschlechtlichte Organisation gesamtgesellschaftlicher Machtstrukturen und Hierarchien: Schon lange vor Judith Butler in „Gender Trouble“ (1990) verwies u.a. Simone de Beauvoir (1949) darauf, dass Geschlecht keine „natürliche“ Kategorie darstellt, sondern vergeschlechtlichte Subjekte erst gebildet und Geschlechter gemacht werden. In der Folge durchzieht eine binär-hierarchische Geschlechterdifferenzierung alle gesellschaftlichen Bereiche, bestimmt Sozialisation und Lebenswelt, Ökonomie und Politik, Kultur und Wissenschaft und auch die Art, wie Macht- und Gewaltstrukturen zu organisieren sind.

Wahlberechtigte Bevölkerung: Wahlberechtigt für Wiener Gemeinderats- und Landtagswahlen sind alle österreichischen StaatsbürgerInnen, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind sowie in Wien ihren Hauptwohnsitz haben. Bei den Bezirksvertretungswahlen besteht zudem für nicht österreichische EU-Bürgerinnen und nicht österreichische EU-Bürger mit Hauptwohnsitz in Wien die Möglichkeit zu wählen und zu kandidieren. Voraussetzung hierfür ist die Eintragung in die Wählerevidenz, die in Wien von Amts wegen erfolgt.

Wegweisung bzw. Betretungsverbot: Mit dem Gewaltschutzgesetz (1997) wurden die rechtlichen Voraussetzungen für einen raschen und effizienten Schutz von Opfern häuslicher Gewalt geschaffen. Nach § 38a Sicherheitspolizeigesetz ist die Polizei ermächtigt, eine potenzielle Gewalttäterin oder einen potenziellen Gewalttäter aus der Wohnung, in der die gefährdete(n) Person(en) leben, und aus deren unmittelbarer Umgebung für bis zu zehn Tage wegzuweisen und diese mit einem Betretungsverbot zu belegen. Handelt es sich bei den gefährdeten Personen um Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr, kann seit 2013 das Betretungsverbot auf Schulen, Kindergärten und Horte ausgeweitet werden. Nach § 382b Exekutionsordnung kann eine gerichtliche einstweilige Verfügung zum „Schutz vor Gewalt in Wohnungen“ für maximal sechs Monate oder bis zur Beendigung eines anhängigen Verfahrens (z.B. Scheidungsverfahrens) verhängt werden, wenn der gefährdeten Person das weitere Zusammenleben mit dem Täter oder der Täterin unzumutbar ist.