Kapitel D

Bezahlte und unbezahlte Arbeit

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Kapitel D

Bezahlte und unbezahlte Arbeit

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Indikator D3
Pflege

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Gleichstellungsziele

Gendergerechte Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit

Frauen leisten auch mehr Arbeit für die Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen Erwachsenen, wobei hier der Unterschied weitaus weniger stark ausgeprägt ist wie bei Kinderbetreuung und Haushaltsarbeit: 17% der Frauen und 16% der Männer betreuen regelmäßig pflegebedürftige Angehörige. 69% der Frauen und 67% der Männer sind damit bis zu 10 Stunde beschäftigt, während 31% der Frauen und 33% der Männer mehr als 10 Stunden pro Woche Pflegetätigkeiten leisten.

Im Jahr 2013 war der Unterschied zwischen den Geschlechtern noch deutlich größer, 21% der Frauen und 15% der Männer leisteten Pflege und Betreuung für pflegebedürftige Erwachsene, jedoch waren deutlich weniger – nämlich jeweils 23% der Männer und Frauen – mit diesen Arbeiten mehr als 10 Wochenstunden beschäftigt.

Migrations-Fokus 2016

Insgesamt ist der Anteil von Frauen, die pflegebedürftige Angehörige im eigenen Haushalt oder außer Haus betreuen, bei Frauen mit und ohne Migrationshintergrund ähnlich hoch (12% bis 15%). Während aber bei Frauen mit Migrationshintergrund Drittstaat der Anteil der Pflege im eigenen Haushalt größer ist, ist er bei Frauen ohne Migrationshintergrund bei der Betreuung außer Haus größer. Es ist also nicht so sehr der Anteil der Frauen, die Pflegeaufgaben leisten, sondern eher die Unterstützungsform, die Frauen mit und ohne Migrationshintergrund voneinander unterscheidet. Die meist arbeitsintensivere Betreuung zu Hause ist bei Frauen mit Migrationshintergrund tendenziell stärker zu finden als die etwas weniger arbeitsintensive Betreuung außer Haus, die vermehrt Frauen ohne Migrationshintergrund betrifft.